Törn – Ostsee

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Samstag 16.4.2016
Die Crew traf sich nachmittags im Yachthafen ‚Hohe Düne‘ in Warnemünde. Die Bootsübernahme war schon fertig, da Skipper Olaf mit Dirk schon um 6Uhr von Solingen aus gestartet war. Es blieb noch der Einkauf und das Verstauen von Lebensmitteln, Bier und Wasser. Es sollte ja niemand Hunger leiden oder gar ohne Wasser auf der Ostsee sein. Da das Bier in Dänemark und Schweden sehr teuer ist, wurden ca. 90 Liter Bier gekauft und auch viel, viel, viel Wasser. Doch davon später mehr. Das Dinner wurde im Bistro des Hotels Neptun eingenommen, es gab ‚Broiler‘ ein Kultessen aus der DDR-Zeit, sehr lecker! Gegen 0.30Uhr war die Crew bestehend aus Esther, Ulli, Olaf, Dirk, Gerald, Ralph, Richard, Jürgen und Lothar wieder auf dem Boot und reif für die Koje.

Sonntag 17.4.2016
Als Tagesziel war Kopenhagen ausgemacht. bild1Um 10.50Uhr verließen wir Warnemünde bei Sonnenschein und gutem Segelwind aus SSW. Aus Rücksicht auf einige Crewmitglieder wurde beschlossen den Hafen Klintholm anzulaufen, anstatt noch weitere 60 sm nach Kopenhagen zu segeln. Der Wind hatte aufgefrischt und im Hafen brauchten wir 2 Anläufe zum Anlegen. Beim erstenmal wurde das Boot auf den Steg gedrückt und der Anker ein wenig verbogen. Da das Boot brandneu war, wollten wir den Anker wieder richten. Obwohl Olaf ‚fast‘ jegliches  Werkzeug mitführt, war diesmal eine Richtbank nicht an Bord. Aber wir hatten ja noch einige Tage Zeit um eine Lösung zu finden. Ein wirkliches Problem stellte sich beim Öffnen des 2.Kühlschranks heraus. Wir hatten unser Bier dort eingelagert und hätten es jetzt zwar noch lutschen, aber nicht mehr trinken können. Viele Flaschen waren geplatzt oder der Kronkorken war aufgegangen. Es war also ein Gefrierschrank und kein Kühlschrank! Das wußte nicht einmal der Vercharterer, wir waren ja die ersten auf dem Boot. Der Biervorrat war schon ganz schön geschrumpft, obwohl wir noch nicht einmal ein Anlegerbier getrunken hatten. Zum Glück war ja der Wasservorrat unbeschädigt geblieben. Es wurde an Board gekocht und wir hatten einen schönen Abend, bei guter Stimmung und wieder genesener Crew.

Montag 18.4.2016
Gegen 10.30Uhr verliessen  wir den noch im Winterschlaf liegenden Ort Klintholm. Es ging  im 2. Anlauf Richtung Kopenhagen. Mit Westwind fuhren wir auf Raumshotskurs mit 8 Knoten und mehr. Es machte richtig Spaß und der Spruch ‚Länge läuft‘ wurde hier anschaulich bewiesen. Wir erreichten Kopenhagen und suchten im ‚Christianshavns Kanal‘ einen Liegeplatz. Der Kanal war als Yachthafen mit Gäste-Liegeplätze ausgewiesen, aber scheinbar nicht für Boote mit 53Fuss. Wir fanden dann eine Lücke, die fast paßte und wir klemmten uns hinein.

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Dirk war an diesem Abend ‚Che de Cusine‘, es gab seinen berühmten ‚Pfundstopf‘,  er schmeckte wie immer pfundig!

Dienstag 19.4.2016
bild4Es stand  eine Stadtbesichtigung auf dem bild5Plan. Zuerst die Innenstadt, dann ein Kastell, die berühmte kleine Meerjungfrau und das Schloß Amalienborg.  Zuerst wurde allerdings der Anker gerichtet, Olaf und Jürgen hatten in der Nähe des Liegeplatzes eine Werkstatt gefunden, wenn Bordmittel nicht ausreichen, müßen  auch mal externe Resourcen genutzt werden. Die Farbabsplitterungen wurden dann abends mit neu gekauftem Nagellack ausgebessert. Nagellack in silber für einen Anker wird wohl auch nicht alle Tage in in einer Drogerie verlangt, auch nicht in Kopenhagen, wo Schiffe nichts ungewöhnliches sind. Gerald hatte ein Restaurant für abends fast am Liegeplatz gefunden, das Esssen war gut, aber ein wenig übersichtlich. Ein Aufreger für Gerald, unserem Finanzminister, waren allerdings die hohen Bierpreise…

Mittwoch 20.4.2014
Zum erstenmal schafften wir es die vorgesehene Abfahrtszeit bild6einzuhalten. Da die Brücke um 7Uhr aufmachte und danach erst wieder nach dem Berufsverkehr, gab es einen gewissen Druck pünktlich zu sein. Das Ziel war Ystad ca. 60sm entfernt. Es wurde ein wunderschöner Segeltag mit Wind und viel Sonne. Gegen 17Uhr erreichten wir die Hafeneinfahrt. Ein Arbeitsschiff lag in der Mitte und baggerte Sand und Kies aus der Einfahrt. Beim Versuch sich mit dem ‚kleinen‘ Boot vorbei zu quetschen, stellten wir fest, dass die angegebene Wassertiefe am Rand wohl noch nicht erreicht war. Wir steckten fest! Zum Glück konnten wir uns aus eigener Kraft befreien und zogen uns erstmal ein wenig zurück, um nachzudenken. Kurz darauf war wohl Feierabend und das Arbeitsschiff gab die Einfahrt frei. Wir waren wohl die einzigen Gäste, trotzdem legten wir uns an die Tankstelle, da dort wohl der Tiefgang für unser Schiff ausreichend war. Jürgen war schon einmal mit einer Bavaria 50Fuss in Ystad und hatte damals auch die Tankstelle als Liegeplatz genutzt.

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Es wurde wieder an Bord gekocht und das Ziel für den nächsten Tag besprochen. Zur Auswahl standen: Bornholm, Stralsund oder ein kleiner Fischerhafen zwischen Klintholm und Gedser, mit Namen Hesnaes. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich, da Bornholm und Stralsund sehr weit weg waren und damit Nachtfahrten verbunden gewesen wären. Hesnaes erschien nicht attraktiv da die angegebene Tiefe nur 2,50m war und wir einen Tiefgang von mindestens 2,30m brauchten, Die Entscheidung wurde verschoben.

Donnerstag 21.4.2014
Am Morgen stand fest, unser Ziel war Hesnaes! Wir hatten wieder guten Wind aus SW und erlebten eine schnelle Fahrt Richtung Westen. Gegen 20Uhr erreichten wir den Fischerhafen Hesnaes und mussten feststellen, dass die Tiefe nicht ausreichte. Wir fühlten schon den Schlick unter dem Kiel und schlichen vorsichtig wieder aus dem Hafen. Jetzt gab es noch 3 Optionen: Klintholm mit Stellnetzen zu beiden Seiten des Hafens, Gedser mit unbeleuchteten Tonnen, die durch das Flach vor dem Yachthafen führen oder eine Nachtfahrt nach Warnemünde durch das Verkehrstrennungsgebiet. Das sind dann die Momente in denen der Skipper dann die Entscheidung treffen muss, Olaf entschied sich für dan Hafen Gedser. Um 0.30Uhr erreichten wir das letzte Stück des Tonnenstrichs vor dem Gedser Yachthafen mit den unbeleuchteten Tonnen. Da der Plotter keine Details anzeigte, waren wir darauf angewiesen mit den Handlampen jede Tonne zu finden. Leider hatten wir die 2. Tonne übersehen und wir spürten erneut den Schlick unter uns. Die Entscheidung langsam nach Steuerboard zu manövrieren, brachte uns wieder ins Fahrwasser zurück, nach Backboard wären wir ins Flach gefahren, wie wir am nächsten Morgen bei Tageslicht sehen konnten. Endlich im Hafen angekommen, mussten wir feststellen, dass alle für uns möglichen Plätze belegt waren. Also wieder an die Tankstelle, diesmal mit viel Rückenwind und wenig Spielraum. Gegen 1.15Uhr waren wir fest und hatten uns ein Anlegerbier mehr als verdient, immerhin hatten wir 116sm zurückgelegt und waren 17Std unterwegs. Unsere Biervorräte wurden zwar langsam knapp, aber dafür gab es ja noch viel, viel Wasser!

Freitag 22.4.2016

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Gegen 9.40Uhr legten wir von Gedser ab, wir hatten 30sm nach Warnemünde durch das Verkehrstrennungsgebiet vor uns und wollten vor 15Uhr die Tankstelle erreichen, bevor sie schliessen würde. Wieder Supersonnenschein und schöner Segelwind. Lothar konnte mit dem Radargerät üben, da viele Schiffe im Verkehrstrennungsgebiet zu sehen waren und so eine direkte Kontrolle mit dem Radarbild möglich war. Um 15Uhr lagen wir im Yachthafen Hohe Düne fest.

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Das Abschiedsessen fand in den ‚Wenzel Prager Bierstuben‘ statt, es gab gutes Brauhausessen mit vielen Biersorten zum ausprobieren.

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Samstag 23.4.2016
Es war eine schöne Woche mit viel Wind und einigen neuen Erfahrungen. Wir hatten 334sm zurückgelegt und es war auch fast eine Nachtfahrt dabei. So schön auch ein Boot mit 53 Fuss beim Segeln ist, so schwierig kann aber auch die Suche nach einem Liegeplatz sein. In der Hochsaison muss man wohl vorher die Häfen aussuchen und einen Liegeplatz reservieren. Ein kleineres Boot  hat manchmal auch seine Vorteile, obwohl ja bei uns ein Dickschiff erst ab 40Fuss ein Dickschiff ist.

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DHH Törn – Gran Canaria nach Malaga

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Puerto Mogan

 

Sonntag 21.2.2016
Die Crew traf sich am Hafen von Puerto Mogan, gegen 17:00 Uhr war die Crew um Skipper Jörg komplett und auch der Einkauf im örtlichen Supermarkt erledigt. Beim Abendessen in einem kleinen Fischrestaurant konnte sich die Crew, bestehend aus Arwed, Tobias, Peter, Lothar und Harm ein wenig kennenlernen und mit Skipper Jörg die ersten Überlegungen für den Törn machen.

Montag 22.2.2016
Zuerst standen noch Reparaturabeiten auf der Mistral an, sie hatte in der Woche zuvor einige Schäden bei Starkwind abbekommen. Das Groß war beim Segelmacher und wurde im Laufe des Montags angeliefert. Nach dem das Groß gesetzt war, bemerkte Arwed eine defekte Lattentasche, die Nähte waren aufgegangen. Also wieder zurück zum Segelmacher ….
Außerdem fehlte noch der Kicker der von ‚Niro-Peter‘ umgebaut wurde, da der originale von Beneteau nicht lieferbar war.
Der Skipper führte die Sicherheitseinweisung durch, ansonsten hofften wir am Dienstag starten zu können, da wir für den Törn kaum Zeitreserven zur Verfügung hatten, denn wir sollten in 2 Wochen in Malaga sein.

Dienstag 23.2.2016
Der Segelmacher brachte das reklamierte Groß, er war ’not amused‘ ! Diesmal war aber alles o.k und auch ‚Niro-Peter‘ brachte den umgebauten Kicker an und montierte noch 2016_02_23_14_43den Fallabweiser für das Fockfall am Masttop.
Gegen 16:30 Uhr ging es los, MOB Manöver wurde gefahren und schon ging es ab in die Düse zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Der Wind kam aus NNO mit einer Stärke zwischen 6-7 und die Stärke des Seegangs lag zwischen 3-4. Das bedeutete Amwindkurs vom Feinsten, wir segelten im 2.Reff und die Fock war nur zu 60% gesetzt. Unser 1. Ziel war Porto Santo, eine kleine Insel bei Madeira.

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Trackaufzeichnung von Puerto Mogan nach Porto Santo

Mittwoch 24.2.2016
Unsere 1. Nachtfahrt, wir kreuzten ab der Höhe von Santa Cruz bis zur Nordspitze von Teneriffa. Es gab eine Begegnung mit Fischerbooten, die auf uns zukamen und offensichtlich so mit ihrer Arbeit beschäftigt waren, dass sie uns nicht bemerkten. Wir machten uns mit einer Wende vom ‚Acker‘. Von da an ging es hart am Wind Richtung Madeira. Der Kurs war nicht ideal, da wir zu weit nach Westen kamen. Der Wind kam nach wie vor aus NO mit einer Stärke von 5 bis 6 Beaufort. Gegen Mittag wurde im Beilieger Nudeln mit Gehacktessoße gegessen, die Tobias vorgekocht hatte. Der Absatz war bescheiden, da außer dem Skipper, Tobias und Lothar die Crew mit dem Seegang zu kämpfen hatte, das sollte sich aber in den nächsten Tagen verbessern.

Donnerstag 25.2.2016
Der Wind hatte etwas nachgelassen und lag meistens zwischen 4 und 5 Beaufort, aber der Seegang lag nach wie vor bei Stärke 3 und die Wellen waren immer noch hoch, was besonders nachts das Steuern schwierig machte. Der Skipper hatte die Crew in 2 Wachgruppen unterteilt, damit bestand jede Gruppe aus 3 Mitgliedern und jede halbe Stunde konnte der Rudergänger ausgetauscht werden. Der Nachteil dieser Konstellation waren die kurzen Ruhezeiten, die zwischen 3 und 4 Stunden lagen, abhängig vom Tages- oder Nachtwachplan. Einige Crewmitglieder kämpften mit Konditionsproblemen. Am Morgen hatte der Skipper Rührei zum Frühstück gemacht, im Beilieger war es erstaunlich komfortabel, selbst bei den hohen Wellen. Die Crew hatte wieder mehr Appetit, zumindest ein Teil der Crew. Nach dem Frühstück wurde der Wind sehr ungleichmäßig, es wurde ein- und ausgerefft. Die Wache mit dem Skipper war nie langweilig, irgendwas gab es immer zu verändern! Gegen Abend entschied Jörg den Motor zur Unterstützung zu nehmen, damit konnten wir den Kurs auf 30 Grad ändern und liefen direkt auf Madeira zu.

Freitag 26.2.2016
Die Nacht war wieder sternenklar, wir hatten immer noch fast Vollmond. Bisher war das Wetter super, viel Sonne und noch keinen Regen.2016_02_26_12_16

Am frühen Morgen kam Madeira in Sicht, wir frühstückten im Beilieger vor dem Flughafen von Madeira. Danach ging es weiter nach Porto Santo, der Wind frischte auf, wir hatten wieder 6 bis 7 Beaufort mit starken Böen, eine Superfahrt. Tobias und Lothar waren mal wieder nicht vom Ruder wegzubringen, um jede Minute am Ruder wurde ‚gekämpft‘. Nach 72 Stunden und 424nm erreichten wir Porto Santo. Tobias kochte wieder, es gab Würstchengulasch, sehr lecker! Gegen 23 Uhr waren alle müde und freuten sich auf ein Bett ohne Schieflage. Die erste Etappe nach Malaga war super, viel Wind, hohe Wellen und gute Stimmung an Bord.

Samstag 27.2.2016
Das ‚Highlight‘ des Tages war ein schwarzer Ball an der Hafenausfahrt.

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Damit wurde vor hohen Wellen gewarnt und von einer Ausfahrt abgeraten. Auch die Fähre zwischen Funchal und Porto Santo war nicht gekommen ein weiteres Indiz die Warnung ernst zu nehmen. Der Skipper entschied einen Hafentag einzulegen. Wir gingen in die Stadt, um Proviant aufzufüllen und ein Bier zu trinken. Arwed baute eine Schablone, um uns mit der Mistral an der Kaimauer zu verewigen. Nach dem Essen gab es einen gemütlichen Abend mit der einen oder anderen Flasche Wein oder Bier, das hatten wir uns nach der Überfahrt von Puerto Mogan auch verdient.

Sonntag 28.2.2016
Das ‚Highlight‘ des Sonntags war das Anbringen des DHH-Wappens mit Datum, Schiffs- und Crewnamen an der Kaimauer. Nach dem Frühstück kochte Tobias für die 2.Etappe nach Malaga vor, Gehacktessoße und
Eintopf hatten sich ja bewährt und schmeckte allen.2016_02_28_13_06

Der Skipper tauchte erfolgreich nach seiner verlorenen Sonnenbrille und die Fock bekam ein besseres Achterliek durch das Durchsetzen der Trimmleine. Es sollte sich herausstellen, dass dies eine wesentliche Verbessung zur Folge haben würde, die Fock stand besser und wir konnten mehr Höhe laufen. Nachdem alle Arbeiten erledigt waren und der schwarze Ball nicht mehr die Hafenausfahrt zierte, starteten wir gegen 14:00 Uhr Richtung Gibraltar.

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Trackaufzeichnung von Porto Santo nach Malaga

Im Groß wurde das 3. Reff eingebunden und die Fock nur zu 60% ausgerollt. Der Wind kam aus NW mit einer Stärke zwischen 5 und 6 Beaufort und die Stärke des Seegangs lag zwischen 4 – 5. Die Wellen waren höher als auf der 1. Etappe nach Porto Santo, aber das sollte nach und nach weniger werden. Der Kurs lag zwischen 80 und 85 Grad und es war natürlich wieder Amwindkurs, was auch sonst. In der Nacht kam uns ein Frachter von hinten ziemlich nahe, der Skipper nahm per Funk Kontakt auf und erfuhr, dass wir schon bemerkt worden waren und der Frachter uns mit 1sm Abstand überholen wollte.

Montag 29.2.2016
Die Wellen waren immer noch hoch und wir knüppelten weiterhin auf Amwindkurs. Am Nachmittag wieder ein Beilieger um zu essen, es gab wieder Nudeln mit Gehacktessoße. Das Essen war genauso wie der Atlantik, sehr eintönig! Arwed fand, dass das Wasser immer gleich aussieht! Die Tage verliefen immer gleich zwischen Wache und Freiwache. Wir waren alle etwas müde, da das Steuern sehr anstrengend war, aber es machte einen Höllenspaß das Boot auf Amwindkurs zu steuern, zumindest für einen Teil der Crew. Gegen Abend drehte der Wind auf NE und wir mussten kreuzen um in Richtung Gibraltar voran zu kommen.

Dienstag 1.3.2016
Heute Nacht gab es 2 ‚Highlights‘: Lothar flog wie ein Geschoß vom Navitisch Richtung Kühlschrank (festhalten wohl vergessen?!?) und Tobias machte Bekanntschaft mit einem fliegenden Fisch, der auf seiner Brust landete. Bis zum Mittag hieß es weiter kreuzen, aber die Wellen wurden niedrieger. Gegen 12:00 Uhr entschied Jörg, den Motor zu starten und direkten Kurs auf Gibraltar zu nehmen, da ansonsten keine Chance bestand, Malaga in der vorgegebenen Zeit zu erreichen. Der Wachplan wurde geändert, da nur 2 Crewmitglieder für die Motorfahrt nötig waren. Wir aßen mal wieder, diesmal ohne Beilieger, aber wieder Nudeln mit Gehacktessoße, was auch sonst. Manchmal begleiteten uns Delphine bis es ihnen zu langweilig wurde. Lothar bat Rasmus mit einer Alkoholspende den Wind auf Nord oder NordWest zu drehen, der Skipper Jörg blieb skeptisch !! Unsere erste Nachtfahrt unter Motor, der Autopilot machte zwar manchmal Probleme, aber insgesamt nahm er uns eine Menge stupider Arbeit ab. Wir staunten über den Sternenhimmel, die Sternenbilder waren viel klarer und deutlicher zu erkennen, da es hier kein Streulicht gab. Die einzige Lichtquelle war der abnehmende Mond.

Mittwoch 2.3.2016
Wir motorten immer noch, der Wind kam immer noch gegenan. Gegen 11:30 Uhr sahen wir zum erstenmal ein Segelboot. Es kam uns entgegen und segelte auf Raumshotskurs scheinbar Richtung Madeira oder den Kanaren. Gegen 16:30 Uhr hatte der Wind gedreht, er kam jetzt aus NNW und wir konnten einen Kurs von 70 Grad fahren. Hatte Rasmus doch geholfen ?? Der Skipper wollte davon nichts wissen, aber Lothar glaubte fest an seine Alkoholspende…

Donnerstag 3.3.2016
Ein schöner Tag begann, die Sonne schien und wir hatten fast wolkenlosen Himmel. Gegen 11:00 Uhr wurde wieder der Motor gestartet, da der Wind nachgelassen hatte und wir ja Freitag in Malaga sein sollten. 2016_03_03_15_55Gegen 18:00 Uhr gab es wieder Abendessen mit dem bekannten Gericht. Der Schiffsverkehr nahm zu, wir näherten uns Gibraltar. Gegen 22:30 Uhr überquerten wir das Vekehrstrennungsgebiet vor Gibraltar und fuhren am nördlichen Rand des Trennungsgebietes Richtug Gibraltar. Die Frachter kamen wie an der Schnur gezogen aus der Meerenge heraus und passierten uns an der Steuerbordseite. Alle waren müde und wir freuten uns auf Malaga.

Freitag 4.3.2016
Um 04:30 Uhr passierten wir den Industriehafen von Gibraltar, es herrschte reger Schiffsverkehr und ohne AIS wäre es deutlich anstrengender gewesen die Schiffe mit ihrem Kurs und Geschwindigkeit einzuschätzen. Der Tag erwachte und wir hatten zum erstenmal Wind von achtern, aber niemand hatte Lust zu segeln, zumal wir unter Motor mit Strom bis zu 10kn Fahrt machten. Gegen 13:30 Uhr (Bordzeit) erreichten wir Puerto de Benalmadena, einYachthafen kurz vor Malaga. Mission erfüllt, die Mistral III hatte Malaga rechtzeitig erreicht.

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Das Abschiedsessen im ‚Angus‘ war hervorragend, nach der etwas eintönigen Kost der letzten 2 Wochen wurde dies zu einem ‚kulinarischen Highlight‘.

Samstag 5.3.2016
Um 07:30 Uhr verließen Arwed und Tobias das Schiff in Richtung Flughafen. Lothar und Peter hatten noch den ganzen Tag Zeit und erkundeten den Ort, bevor es für beide auch Richtung Flughafen ging. Nur Harm durfte noch 2 Wochen weitersegeln. Ein Supertörn war damit beendet, wir werden ihn alle in Erinnerung behalten, jeder auf seine eigene Art und Weise.

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Törn – Sardinien

Samstag 6.9.2014
Durch einen Streik beim Bodenpersonal des Flughafens in Olbia konnten wir am Samstag keine Bootsübernahme durchführen, erst gegen 20:30Uhr kamen wir an der Charterbasis an. Trotzdem musste die Kaution hinterlegt werden, ansonsten hätten wir nicht auf dem Boot übernachten können. Die Begründung war etwas seltsam: „Wir könnten ja das Boot beschädigen oder sogar damit den Hafen verlassen“. Für jeden Schaden den das Boot am nächsten Tag hätte, wären wir aber trotzdem verantwortlich, so die Aussage von Alice im Büro des Vercharterers. Die restliche Crew musste sich wegen des Streiks einen schönen Tag in Düsseldorf machen.

Sonntag 7.9.2014
Die Bootsübergabe am nächsten Morgen wurde durch Paolo sehr freundlich und kompetent abgewickelt, fehlende Teile wurden schnell besorgt und ein defekter ‚Heater‘ konnte repariert werden. Es war ein völlig anderes Verhalten als am Abend zuvor, selbst der Chef brachte uns zwei Flaschen Wein als Entschuldigung für fettiges und schmutziges Kücheninventar und erstattete sogar die am Abend zuvor gezahlte Endreinigung. Vermutlich war der defekte ‚Heater‘ schuld daran, dass nur noch mit kaltem Wasser gespült wurde, aber niemand hatte es dem Vercharterer gemeldet.111 20140907 161833

Gegen Mittag kamen Ulla und Friedhelm zur Charterbasis und wir beschlossen unsere üblichen Hafenmanöver durchzuführen, das Boot zu testen und einen Abstecher in die Bucht von Cala di Volpe zu machen. Es ist eine wunderschöne Bucht mit gutem Ankergrund und ein idealer Platz zum Baden und Schnorcheln.
Abends ging es zur Pizzeria ‚Matts Cafe‘ mit Blick auf den Hafen und unglaubliche große und leckere Pizzen, unsere Empfehlung ist die 4Stagione und Corsa !

Montag 8.9.2014
Endlich ging es los, bei schönem Segelwind um 3 Bf, Richtung La Maddalena. In Höhe von Palau war starker Fährverkehr, aber bei guter Sicht problemlos zu queren. Nach ca. 23sm erreichten wir den Stadthafen von Maddalena und lagen um 16:45 fest. Es gab genügend Liegeplätze, anders als in den Monaten July und August.
Die Stadt hat eine schöne Altstadt mit Markthalle, Geschäften und vielen Restaurants, außerdem konnten wir uns in einem großen Supermarkt mit allem Nötigen für die Woche eindecken.

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Dienstag 9.9.2014
Nach nochmaligem Stadtrundgang und Cafebesuch am Morgen beschlossen wir die Überfahrt nach Bonifatio zu machen, wir hatten NE 3-4 Bf und konnten mit Raumshotskurs ohne Segelmanöver bis vor den Eingang des Naturhafens von Bonifatio segeln. Bei schönem Wetter ist es ein traumhafter Anblick, wenn die Altstadt von Bonifatio auf dem Felsen immer größer wird.

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Wir bekamen einen Platz im neuen Teil des Hafens und fuhren mit der ‚Touristen-Bahn‘ in die Altstadt. Der Blick aufs Wasser und auf die Felsen mit der untergehenden Sonne ist unbeschreiblich, allein dafür lohnt der Weg nach Korsika. Die Stimmung in den verwinkelten Gassen hat etwas besonderes, an machen Ecken wird Livemusik gespielt und wir konnten nicht weitergehen ohne zumindest ein wenig getanzt zu haben.

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Mittwoch 10.9.2014
Diesmal kam der Wind aus NW mit 4-5 Bf, also wieder mit Raumshotskurs durch die Straße von Bonifatio Richtung Maddalena Archipel. Wir wollten in einer Bucht der Isola Budelli schwimmen und schnorcheln, aber durch die NW-Richtung des Windes hätten wir in der Bucht auf Legerwall gelegen und entschieden uns deshalb nach Porto Pozzo zu segeln. Dort konnten wir an einer privaten Boje festmachen und verbrachten eine ruhige Nacht. Skipper und Co-Skipper gingen allerdings erst gegen 3:00Uhr in die Koje, hatten wohl viel zu besprechen…

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Donnerstag 11.9.2014
Heute ging es erst gegen Mittag los, zum einem war das Ziel Cannigione nur etwa 16sm entfernt und zum anderen war die halbe Crew bis 3:00Uhr auf. Der Wind kam aus W mit 4-5 Bf und wir waren gegen 15:00Uhr in Cannigione, obwohl wir unterwegs noch die beiden Buchten Porto Liscia und Port Puddu besuchten, da der Skipper dort viele Jahre Surf-Urlaub gemacht hatte. Im Hafen von Cannigione waren immer noch 4-5 Bf und das Hafenpersonal etwas hektisch und völlig ohne Sprachkenntnisse, von der Muttersprache mal abgesehen. Es dauerte einige Zeit bis uns ein Platz zugewiesen wurde. Der Hafenmeister sprach fließend deutsch, was dann zumindest die Anmeldung einfach machte. Die Stadt selbst hat kein so schönes Flair wir La Maddalena, aber wir haben ausgezeichnet in einem Restaurant am Hafen gegessen.

Freitag 12.9.2014
Unser letzter Segeltag, wir segelten nur mit der Fock bei 5-6 Bf aus W-Richtung mit Halbwindkurs aus der Bucht von Cannigione. Danach stand eine Kursänderung auf 90Grad an, wir hatten jetzt achterlichen Wind mit 6-7 Bf ! Jetzt leuchteten die Augen des Skippers, eine Halse bei 6-7Bf (allerdings nur mit der Fock) und die Durchfahrt der ‚Passo del Bisce‘ mit bis zu 9Knoten Geschwindigkeit war einfach Segelspaß pur, besonders wenn nur die Fock draußen ist !!
Die einzigen die uns überholen durften, waren die Yachten der Regatta Rolex-Swan von Porto Cervo, aber man muss auch ‚jönne könne‘ wie der Kölner so sagt, obwohl bei uns kein Kölner an Board war.

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Wir hatten noch genügend Zeit um in der Bucht von Cala di Volpe nochmals zu baden, brauchten aber diesmal 2 Versuche, um das Schiff fest vor Anker zu legen, in der Bucht hatten wir immerhin noch 5-6 Bf. Wind.
Gegen 16:00Uhr waren wir zurück in Porto Portisco, das Boot wurde abgetaucht und die Übergabe mit Paolo war wieder völlig entspannt und problemlos. Zum Abschiedses254 P1010633sen ging es wieder ins ‚Matts Cafe‘. Eine schöne abwechslungsreiche Segelwoche lag hinter uns, wir hatten fast immer Sonnenschein und angenehme Temperaturen, keinen Regen und der Wind wurde von Tag zu Tag mehr, so dass jeder von uns seinen Spaß hatte. Es waren am Ende genau 111sm, nicht gerade viele, aber sehr schöne Seemeilen.

Samstag 13.9.2014
Pünktlich um 7:00Uhr kam unser gemeinsames Taxi zum Flughafen, Ulla und Friedhelm flogen nach Hamburg zurück, während Steffi und Lothar noch den Tag in Olbia verbrachten, um dann abends nach Düsseldorf zu fliegen. Die Altstadt von Olbia ist auch empfehlenswert, zum bummeln, shoppen, Bier trinken und vieles mehr.

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Törn – Türkei

Samstag 24.5.2014
20140524 194854 SWir wurden um 3:00Uhr von Uschi mit dem Transit zum Kölner Flughafen gebracht und waren gegen Mittag nach einer Taxifahrt mit 6 Personen in einem Skoda Fabia in Göcek. Das Boot aus dem Jahr 2011 war in gutem Zustand und die Übernahme problemlos. Es gibt mehrere Marinas in Göcek, unsere hieß Marina D, war relativ neu und hatte sanitäre Einrichtungen der Spitzenklasse. In der Nähe gab es Einkaufsmöglichkeiten und viele Restaurants in netter Atmosphäre.

Sonntag 25.5.2014
Abfahrt um 7:13Uhr, das war neuer Rekord, aber wir hatten uns vorgenommen einen weiten Schlag nach Westen zu machen um dann die nächsten Tage langsam nach Göcek zurück zu segeln. Es wurde ein schöner Segeltag mit unterschiedlichen Windstärken zwischen 2 und 5 Bf. Unterwegs gab es von ‚Klaus-Gelb‘ eine Sicherheitseinweisung: ‚Wie löst die Patrone bei der Rettungsweste aus, wenn man daran rumfummelt‘. Gegen 20Uhr erreichten wir nach 60sm die Bucht Serce Limani und bekamen den letzten Liegeplatz am einzigen Fischrestaurant in der Bucht. Das Anlegemanöver durch Karl-Heinz mit langer Rückwärtsfahrt war ausgezeichnet. Das Restaurant war sehr einfach, aber mit dem Essen waren wir sehr zufrieden, allerdings verzichteten wir auf die sanitären Einrichtungen …20140526 102003 S

Montag 26.5.2014
Nach ausgiebigem Frühstück wurde um 11:30Uhr abgelegt und eine Stunde Hafenmanöver geübt, bevor es nochmals nach Westen in die Hafenstadt Yesilova ging. Wir hatten 2 Stunden etwas Wind und segelten auf Amwindkurs ohne Krängung und hatten genügend Muße die verschiedenen Militärboote zu betrachten, die mit stinkender Rauchfahne am Horizont vorbeizogen. Wir sollten später nochmal mit dem Militär und der Küstenwache Kontakt bekommen. Der Hafen hatte keine Moorings ausgelegt und wir hätten mit dem Buganker festmachen müssen, aber wir bekamen einen Liegeplatz in einer Hafenecke, so dass wir längsseits festmachen konnten. Die Hafenstadt war nicht besonders groß, aber die sanitären Einrichtungen waren gut und die Aussicht beim Essen auf den Hafen hat uns sehr gefallen.

Dienstag 27.5.2014
Das Ablegemanöver war etwas ungewöhnlich, wir hatten Wind von der Seite, waren von vorne zugeparkt und konnten das Manöver ‚Eindampfen in die Heckspring‘ nicht durchführen, da die Ecke die Form eines Trapezes hatte. 20140526 192829 SDie Lösung war das Drehen unter Motor mit Hilfe der Heckleine auf der Luvseite des Bootes, damit kam der Bug gegen den Wind am davor liegenden Boot vorbei und wir waren frei. Wir hatten für 2 Stunden Wind ca. 3 Bf, ansonsten musste der Motor ran. Gegen 18Uhr erreichten wir die Bucht Ciftlik Limani, einige Personen versuchten uns durch Schlagen der Mooringleine aufs Wasser an ihren Steg zu locken, der jeweils zu einem Restaurant gehörte. Wir entschieden uns für den Steg auf dem mehrere Kinder standen und bekamen das bis dahin beste Essen, obwohl es zuvor auch immer gut war.

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Mittwoch 28.5.2014
Um 7:20Uhr ging es Richtung Marmaris, dort sollte dann ausgiebig gefrühstückt werden. Da es kein Wind gab, mutierte die Yacht wieder zum ‚Brüllboot‘. 20140528 104144 SWir bekamen einen Platz im Stadthafen und machten nach dem Frühstück eine Stadtbesichtigung. Es ist eine richtige Touristenstadt mit überdachtem Basar, Moschee, Burganlage und vielen, vielen Restaurants. Es gibt auch eine Flaniermeile mit Geschäften der ‚Haute Couture‘. Gegen 14:30 verließen wir Marmaris Richtung Ecincik, wir umfuhren das militärische Sperrgebiet, aber der Kurs führte noch durch das großräumige militärische Übungsgebiet, das aber befahren werden durfte. Ein Segelboot wurde dann gegen 17Uhr aus dem militärischen Sperrgebiet durch die Küstenwache auf Gegenkurs geschickt und wir glaubten unseren Kurs beibehalten zu können, bis auch wir von der türkischen Küstenwache zu einer Kursänderung gezwungen wurden. Der Grund schien ein Militärkonvoi zu sein, der in östlicher Richtung davonzog. Wir entschieden uns dann nach Kumlu Bükü zu segeln, diese Bucht war ganz in der Nähe der gestrigen Ciftlik Limani Bucht. Abendessen im Yachtclub Fanya, sehr gediegen aber etwas kalt und steif.

Donnerstag 29.5.2014
Frühe Abfahrt, gegen 7:25Uhr, Fühstück an Deck, ohne Ei und ohne Wind. Erst gegen Mittag kam Wind auf und wir segelten ca. 16sm bei mittlerem Wind zurück in die Buchtenlandschaft südwestlich von Göcek. Für die Nacht waren Sturm- und Fallböen angesagt, aber wir fanden einen 20140529 181214 Ssicheren Platz am Anleger des „Red Roof Conspical“ Restaurants in der Bucht Monastir Koyu. Auf manchen Karten heißt die Bucht auch ‚Kapi Koyu‘, öfter gab es verschiedene Namen für Buchten und Städte, warum auch immer… Das Essen war wieder hervorragend, die Atmosphäre auch und es kam uns schon wie das Abschiedsessen vor. Das letzte Glas Wein war wohl schlecht, aber das merkten wir erst am nächsten Morgen ! Die Nacht war dann wirklich unruhig und einige Boote versuchten dann noch am Anleger des Restaurants festzumachen.

Freitag 30.5.2014
Bei wenig Wind segelten wir nur mit der Fock aus der Bucht. Es war schon Mittag, aber wir hatten es nicht weit bis Göcek. Deshalb steuerten wir noch verschiedene Buchten an, um ein wenig Sightseeing zu machen. Außerdem nutzten wir die Möglichkeit ein paar Ankermanöver durchzuführen.
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Gegen 16Uhr erreichten wir Göcek und kreisten mit ca. 20 anderen Booten vor 2 Tankwagen, die so etwas wie eine mobile Tankstelle darstellten. Durch „Zufall“ rutschten wir in eine „Lücke“, so dass wir zur Verwunderung der anderen Boote die Wartezeit deutlich verringern konnten. Beim Bezahlen bemerkten wir den Verlust der Boardkasse, die wahrscheinlich auf dem Grund der Monastir Konyu Bucht liegt, das letzte Glas Wein war ja schlecht… Das Anlegemanöver im Heimathafen war etwas ungewöhnlich, die Mooringleine war auf ca. 35Meter unter der Wasserlinie fest und wurde
20 -30 Meter vor dem Steg am Bug befestigt. In einem Schlauchboot holten 2 Männer die Mooringleine hoch und übergaben sie. Bei langsamer Rückwärtsfahrt wurde die Mooringleine gefiert bis wir am Steg festmachten. Wir hatten 217sm zurückgelegt. Die Landschaft war wunderschön und die Menschen, denen wir begegnet waren, freundlich und angenehm. Einhellige Meinung: wir wollen wiederkommen !!

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Törn – Lanzarote nach Gran Canaria

Samstag 15.2.2014
Die Crew traf sich am Hafen von Puerto Calero, aber die meisten hatten kein Gepäck, das war in Madrid nicht umgeladen worden.

Sonntag 16.2.2014
Bei einer Windstärke von 8 Beaufort, wurde es ein Hafentag, der vom 2014 02 16 10 47Skipper und Co-Skipper zum Einsammeln des Gepäcks genutzt wurde. Das kam dann in einzelnen Chargen, gegen 19:00 Uhr waren dann alle Gepäckstücke auf dem Boot.

Montag 17.2.2014
Nach den üblichen Hafenmanövern, (ablegen,Wende auf dem Teller, Rückwärtsfahrt, aufstoppen, 90 Grad Winkel fahren und ähnliches) geht es Richtung Süden an der Ostküste von Fuerteventura entlang. Zwischen Lanzarote und Fuerteventura begleiten uns Delphine, fast eine halbe Stunde lang.2014 02 17 13 41

Da wir gegen 17 Uhr im Hafen von Castillo über Funk erfahren, daß für uns kein Platz vorhanden ist, geht es weiter nach Morro Jable. Mit 6 Beaufort und Raumshotskurs machen wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 8 Knoten und erreichen gegen 23 Uhr, nach über 80 Seemeilen, den Hafen. Einige nette Einheimische zeigten uns mit Licht die Zufahrt zur Tankstelle, an der wir dann übernachten konnten.

Dienstag 18.2.2014
Morro Jabble ist ein Ort, der vom Hafen aus leider nur sehr schwer zu erreichen ist, so daß wir beschlossen Richtung Gran Canaria zu segeln. Wir hatten wieder Windstärke 6-7 Beaufort aus NNE und eine wunderschöne Atlantikwelle. Die Bavaria 50 Cruiser schoss regelrecht 2014 02 17 13 25durch die Wellen und laut GPS erreichten wir beim Runtersurfen der Wellen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 13 Knoten. Obwohl manche der Crewmitglieder noch nie solche Wetterbedingungen erlebt hatten, war die Stimmung super und wir hatten keinen Ausfall durch Seekrankheit. In der Düse zwischen Fuerteventura und Gran Canaria frischte der Wind nochmals auf und die Frage, was wenn dies ein Amwindkurs wäre, war für einige Crewmitglieder unangenehm. Der Skipper und Co-Skipper allerdings, freuten sich auf die noch anstehende Fahrt zum Endhafen Las Palmas, die dann Amwindkurs in Aussicht stellte. Doch jetzt genossen wir erstmal den Raumshotskurs und die erneute Begleitung von Delphinen, die diesmal scheinbar noch mehr Spass hatten als am Vortag und mit uns um die Wette schwammen. 2014 02 17 14 38Selbst bei ca. 10 Knoten schossen sie mit scheinbar doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit an uns vorbei und machten Luftsprünge. Manchmal sah es so aus, als wenn sie uns zu größerer Geschwindigkeit anfeuern wollten, aber wir hatten unser ‚Pulver‘ verschossen, es ging einfach nicht schneller. Nach ca. 9 Stunden hatten wir 85 Seemeilen zurückgelegt und erreichten den Hafen von Puerto Mogan auf Gran Canaria. Die Begüßung durch irgendwelche Security-Mitarbeiter war: ‚Harbour is full‘, doch wir fanden einen Platz an einer Kaimauer vor einer 64feet Rennyacht. Das Manöver war schwierig, da der Platz eng war und wir die Rennyacht nicht beschädigen wollten, aber durch eine hervorragende Mannschaftsleistung, lagen wir nach dem 3. Versuch fest und freuten uns auf einen Hafentag in Puerto Mogan.

Mittwoch 19.2.2014
Puerto Mogan ist ein wunderschöner Hafen mit attraktivem Ort, der für einen Hafentag zum Erholen wie geschaffen ist. In der Capitanerie erregten wir erstmal Aufsehen, da unsere Crew mehr Frauen als Männer hatte. Leider bekamen wir aber keinen Liegeplatz für die kommende Nacht, da sich eine ‚Russen-Regatta‘ angesagt hatte, die mit knapp 20 großen Yachten den Hafen reserviert hatten.

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2 Stunden später bekamen wir Nachricht von der Capitanerie, die ‚Russen-Regatta‘ sei abgesagt, da die Windvorhersage mit 7 Beaufort über 2 Windverstärkungszonen zu heftig sei, wir könnten also bleiben! So verbrachten wir einen wunderschönen Tag in Puerto Mogan, mit shoppen, Bier trinken, sonnen und bummeln.

Donnerstag 20.2.2014
Heute soll es nach Las Palmas, unserem Zielhafen gehen, der Wind kommt wieder von NNE mit 6-7 Beaufort und wir werden nach der Südspitze hinter Maspalomas den erwarteten Amwindkurs haben. Da wir zuerst einen schönen Halbwindkurs fahren können, wird die Warnung des Skippers, ‚wir liegen bald auf der Backe‘ zwar gehört, aber nicht wirklich realisiert. Die Rettungswesten waren angelegt, das 3.Reff gesetzt, doch dann kam es von einer Sekunde auf die andere, w2014 02 21 02 44ir hatten die Huk umrundet! Unsere Fock, die laut Vercharterer ’not,not new‘ sei, hielt die Belastung eine knappe Stunde, bevor ein Riß quer durch das Segel ging. Beim Versuch die Fock zu bergen löste sich die Holeleine von der Trommel und die Fock rollte sich fast wieder aus, bis sie sich irgendwie verhakte. Der Skipper und Co-Skipper befestigten die Trommel und den Rest der Fock, damit das Segel nicht weiter ausrauschen konnte. Unter Motor ging es dann nach Las Palmas. Der Amwindkurs unter Segel war damit beendet …

Wir erreichten Las Palmas Freitag gegen 00:30Uhr, also wie immer nachts…

Freitag 21.2.2014
Nachdem uns von der Capitanerie am Morgen ein Platz zugewiesen wurde, fuhren wir zum ersten mal in eine Box, was beim ersten Anlauf gelang, obwohl der Rudergänger noch nie ein solch großes Boot eingeparkt hatte. Die Fock oder was noch von ihr übrig war, machte keinen guten Eindruck…2014 02 21 16 07

 

 

 

 

 

Nach ausgiebigem Frühstück, ging es auf nach Las Palmas. Die Stadt konnte allerdings nicht überzeugen, vielleicht muss man länger bleiben, um die schönen Ecken von Las Palmas zu finden.2014 02 21 16 42

Der Abschiedsabend in einem Restaurant im Hafen verlief ‚feucht fröhlich‘. Unsere Stimmung war eine Mischung aus Freude über die schöne gemeinsame Zeit und der Trauer, daß alles schon vorbei war.

Samstag 22.2.2014
Der Törn ist zu Ende, wir haben in 3 Segeltagen 220 Seemeilen zurückgelegt. Die Erkenntnis ist, daß wir nochmals zu den Kanaren zurückkommen, aber dann für 10 bis 14 Tage, denn die Strecken sind lang und ein paar Tage Reserve wegen Starkwind sollten mit eingeplant werden.

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