Törn – Lanzarote nach Gran Canaria

Samstag 15.2.2014
Die Crew traf sich am Hafen von Puerto Calero, aber die meisten hatten kein Gepäck, das war in Madrid nicht umgeladen worden.

Sonntag 16.2.2014
Bei einer Windstärke von 8 Beaufort, wurde es ein Hafentag, der vom 2014 02 16 10 47Skipper und Co-Skipper zum Einsammeln des Gepäcks genutzt wurde. Das kam dann in einzelnen Chargen, gegen 19:00 Uhr waren dann alle Gepäckstücke auf dem Boot.

Montag 17.2.2014
Nach den üblichen Hafenmanövern, (ablegen,Wende auf dem Teller, Rückwärtsfahrt, aufstoppen, 90 Grad Winkel fahren und ähnliches) geht es Richtung Süden an der Ostküste von Fuerteventura entlang. Zwischen Lanzarote und Fuerteventura begleiten uns Delphine, fast eine halbe Stunde lang.2014 02 17 13 41

Da wir gegen 17 Uhr im Hafen von Castillo über Funk erfahren, daß für uns kein Platz vorhanden ist, geht es weiter nach Morro Jable. Mit 6 Beaufort und Raumshotskurs machen wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 8 Knoten und erreichen gegen 23 Uhr, nach über 80 Seemeilen, den Hafen. Einige nette Einheimische zeigten uns mit Licht die Zufahrt zur Tankstelle, an der wir dann übernachten konnten.

Dienstag 18.2.2014
Morro Jabble ist ein Ort, der vom Hafen aus leider nur sehr schwer zu erreichen ist, so daß wir beschlossen Richtung Gran Canaria zu segeln. Wir hatten wieder Windstärke 6-7 Beaufort aus NNE und eine wunderschöne Atlantikwelle. Die Bavaria 50 Cruiser schoss regelrecht 2014 02 17 13 25durch die Wellen und laut GPS erreichten wir beim Runtersurfen der Wellen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 13 Knoten. Obwohl manche der Crewmitglieder noch nie solche Wetterbedingungen erlebt hatten, war die Stimmung super und wir hatten keinen Ausfall durch Seekrankheit. In der Düse zwischen Fuerteventura und Gran Canaria frischte der Wind nochmals auf und die Frage, was wenn dies ein Amwindkurs wäre, war für einige Crewmitglieder unangenehm. Der Skipper und Co-Skipper allerdings, freuten sich auf die noch anstehende Fahrt zum Endhafen Las Palmas, die dann Amwindkurs in Aussicht stellte. Doch jetzt genossen wir erstmal den Raumshotskurs und die erneute Begleitung von Delphinen, die diesmal scheinbar noch mehr Spass hatten als am Vortag und mit uns um die Wette schwammen. 2014 02 17 14 38Selbst bei ca. 10 Knoten schossen sie mit scheinbar doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit an uns vorbei und machten Luftsprünge. Manchmal sah es so aus, als wenn sie uns zu größerer Geschwindigkeit anfeuern wollten, aber wir hatten unser ‚Pulver‘ verschossen, es ging einfach nicht schneller. Nach ca. 9 Stunden hatten wir 85 Seemeilen zurückgelegt und erreichten den Hafen von Puerto Mogan auf Gran Canaria. Die Begüßung durch irgendwelche Security-Mitarbeiter war: ‚Harbour is full‘, doch wir fanden einen Platz an einer Kaimauer vor einer 64feet Rennyacht. Das Manöver war schwierig, da der Platz eng war und wir die Rennyacht nicht beschädigen wollten, aber durch eine hervorragende Mannschaftsleistung, lagen wir nach dem 3. Versuch fest und freuten uns auf einen Hafentag in Puerto Mogan.

Mittwoch 19.2.2014
Puerto Mogan ist ein wunderschöner Hafen mit attraktivem Ort, der für einen Hafentag zum Erholen wie geschaffen ist. In der Capitanerie erregten wir erstmal Aufsehen, da unsere Crew mehr Frauen als Männer hatte. Leider bekamen wir aber keinen Liegeplatz für die kommende Nacht, da sich eine ‚Russen-Regatta‘ angesagt hatte, die mit knapp 20 großen Yachten den Hafen reserviert hatten.

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2 Stunden später bekamen wir Nachricht von der Capitanerie, die ‚Russen-Regatta‘ sei abgesagt, da die Windvorhersage mit 7 Beaufort über 2 Windverstärkungszonen zu heftig sei, wir könnten also bleiben! So verbrachten wir einen wunderschönen Tag in Puerto Mogan, mit shoppen, Bier trinken, sonnen und bummeln.

Donnerstag 20.2.2014
Heute soll es nach Las Palmas, unserem Zielhafen gehen, der Wind kommt wieder von NNE mit 6-7 Beaufort und wir werden nach der Südspitze hinter Maspalomas den erwarteten Amwindkurs haben. Da wir zuerst einen schönen Halbwindkurs fahren können, wird die Warnung des Skippers, ‚wir liegen bald auf der Backe‘ zwar gehört, aber nicht wirklich realisiert. Die Rettungswesten waren angelegt, das 3.Reff gesetzt, doch dann kam es von einer Sekunde auf die andere, w2014 02 21 02 44ir hatten die Huk umrundet! Unsere Fock, die laut Vercharterer ’not,not new‘ sei, hielt die Belastung eine knappe Stunde, bevor ein Riß quer durch das Segel ging. Beim Versuch die Fock zu bergen löste sich die Holeleine von der Trommel und die Fock rollte sich fast wieder aus, bis sie sich irgendwie verhakte. Der Skipper und Co-Skipper befestigten die Trommel und den Rest der Fock, damit das Segel nicht weiter ausrauschen konnte. Unter Motor ging es dann nach Las Palmas. Der Amwindkurs unter Segel war damit beendet …

Wir erreichten Las Palmas Freitag gegen 00:30Uhr, also wie immer nachts…

Freitag 21.2.2014
Nachdem uns von der Capitanerie am Morgen ein Platz zugewiesen wurde, fuhren wir zum ersten mal in eine Box, was beim ersten Anlauf gelang, obwohl der Rudergänger noch nie ein solch großes Boot eingeparkt hatte. Die Fock oder was noch von ihr übrig war, machte keinen guten Eindruck…2014 02 21 16 07

 

 

 

 

 

Nach ausgiebigem Frühstück, ging es auf nach Las Palmas. Die Stadt konnte allerdings nicht überzeugen, vielleicht muss man länger bleiben, um die schönen Ecken von Las Palmas zu finden.2014 02 21 16 42

Der Abschiedsabend in einem Restaurant im Hafen verlief ‚feucht fröhlich‘. Unsere Stimmung war eine Mischung aus Freude über die schöne gemeinsame Zeit und der Trauer, daß alles schon vorbei war.

Samstag 22.2.2014
Der Törn ist zu Ende, wir haben in 3 Segeltagen 220 Seemeilen zurückgelegt. Die Erkenntnis ist, daß wir nochmals zu den Kanaren zurückkommen, aber dann für 10 bis 14 Tage, denn die Strecken sind lang und ein paar Tage Reserve wegen Starkwind sollten mit eingeplant werden.

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