Törn – Türkei

Samstag 24.5.2014
20140524 194854 SWir wurden um 3:00Uhr von Uschi mit dem Transit zum Kölner Flughafen gebracht und waren gegen Mittag nach einer Taxifahrt mit 6 Personen in einem Skoda Fabia in Göcek. Das Boot aus dem Jahr 2011 war in gutem Zustand und die Übernahme problemlos. Es gibt mehrere Marinas in Göcek, unsere hieß Marina D, war relativ neu und hatte sanitäre Einrichtungen der Spitzenklasse. In der Nähe gab es Einkaufsmöglichkeiten und viele Restaurants in netter Atmosphäre.

Sonntag 25.5.2014
Abfahrt um 7:13Uhr, das war neuer Rekord, aber wir hatten uns vorgenommen einen weiten Schlag nach Westen zu machen um dann die nächsten Tage langsam nach Göcek zurück zu segeln. Es wurde ein schöner Segeltag mit unterschiedlichen Windstärken zwischen 2 und 5 Bf. Unterwegs gab es von ‚Klaus-Gelb‘ eine Sicherheitseinweisung: ‚Wie löst die Patrone bei der Rettungsweste aus, wenn man daran rumfummelt‘. Gegen 20Uhr erreichten wir nach 60sm die Bucht Serce Limani und bekamen den letzten Liegeplatz am einzigen Fischrestaurant in der Bucht. Das Anlegemanöver durch Karl-Heinz mit langer Rückwärtsfahrt war ausgezeichnet. Das Restaurant war sehr einfach, aber mit dem Essen waren wir sehr zufrieden, allerdings verzichteten wir auf die sanitären Einrichtungen …20140526 102003 S

Montag 26.5.2014
Nach ausgiebigem Frühstück wurde um 11:30Uhr abgelegt und eine Stunde Hafenmanöver geübt, bevor es nochmals nach Westen in die Hafenstadt Yesilova ging. Wir hatten 2 Stunden etwas Wind und segelten auf Amwindkurs ohne Krängung und hatten genügend Muße die verschiedenen Militärboote zu betrachten, die mit stinkender Rauchfahne am Horizont vorbeizogen. Wir sollten später nochmal mit dem Militär und der Küstenwache Kontakt bekommen. Der Hafen hatte keine Moorings ausgelegt und wir hätten mit dem Buganker festmachen müssen, aber wir bekamen einen Liegeplatz in einer Hafenecke, so dass wir längsseits festmachen konnten. Die Hafenstadt war nicht besonders groß, aber die sanitären Einrichtungen waren gut und die Aussicht beim Essen auf den Hafen hat uns sehr gefallen.

Dienstag 27.5.2014
Das Ablegemanöver war etwas ungewöhnlich, wir hatten Wind von der Seite, waren von vorne zugeparkt und konnten das Manöver ‚Eindampfen in die Heckspring‘ nicht durchführen, da die Ecke die Form eines Trapezes hatte. 20140526 192829 SDie Lösung war das Drehen unter Motor mit Hilfe der Heckleine auf der Luvseite des Bootes, damit kam der Bug gegen den Wind am davor liegenden Boot vorbei und wir waren frei. Wir hatten für 2 Stunden Wind ca. 3 Bf, ansonsten musste der Motor ran. Gegen 18Uhr erreichten wir die Bucht Ciftlik Limani, einige Personen versuchten uns durch Schlagen der Mooringleine aufs Wasser an ihren Steg zu locken, der jeweils zu einem Restaurant gehörte. Wir entschieden uns für den Steg auf dem mehrere Kinder standen und bekamen das bis dahin beste Essen, obwohl es zuvor auch immer gut war.

20140528 065806 S20140528 065447 S

Mittwoch 28.5.2014
Um 7:20Uhr ging es Richtung Marmaris, dort sollte dann ausgiebig gefrühstückt werden. Da es kein Wind gab, mutierte die Yacht wieder zum ‚Brüllboot‘. 20140528 104144 SWir bekamen einen Platz im Stadthafen und machten nach dem Frühstück eine Stadtbesichtigung. Es ist eine richtige Touristenstadt mit überdachtem Basar, Moschee, Burganlage und vielen, vielen Restaurants. Es gibt auch eine Flaniermeile mit Geschäften der ‚Haute Couture‘. Gegen 14:30 verließen wir Marmaris Richtung Ecincik, wir umfuhren das militärische Sperrgebiet, aber der Kurs führte noch durch das großräumige militärische Übungsgebiet, das aber befahren werden durfte. Ein Segelboot wurde dann gegen 17Uhr aus dem militärischen Sperrgebiet durch die Küstenwache auf Gegenkurs geschickt und wir glaubten unseren Kurs beibehalten zu können, bis auch wir von der türkischen Küstenwache zu einer Kursänderung gezwungen wurden. Der Grund schien ein Militärkonvoi zu sein, der in östlicher Richtung davonzog. Wir entschieden uns dann nach Kumlu Bükü zu segeln, diese Bucht war ganz in der Nähe der gestrigen Ciftlik Limani Bucht. Abendessen im Yachtclub Fanya, sehr gediegen aber etwas kalt und steif.

Donnerstag 29.5.2014
Frühe Abfahrt, gegen 7:25Uhr, Fühstück an Deck, ohne Ei und ohne Wind. Erst gegen Mittag kam Wind auf und wir segelten ca. 16sm bei mittlerem Wind zurück in die Buchtenlandschaft südwestlich von Göcek. Für die Nacht waren Sturm- und Fallböen angesagt, aber wir fanden einen 20140529 181214 Ssicheren Platz am Anleger des „Red Roof Conspical“ Restaurants in der Bucht Monastir Koyu. Auf manchen Karten heißt die Bucht auch ‚Kapi Koyu‘, öfter gab es verschiedene Namen für Buchten und Städte, warum auch immer… Das Essen war wieder hervorragend, die Atmosphäre auch und es kam uns schon wie das Abschiedsessen vor. Das letzte Glas Wein war wohl schlecht, aber das merkten wir erst am nächsten Morgen ! Die Nacht war dann wirklich unruhig und einige Boote versuchten dann noch am Anleger des Restaurants festzumachen.

Freitag 30.5.2014
Bei wenig Wind segelten wir nur mit der Fock aus der Bucht. Es war schon Mittag, aber wir hatten es nicht weit bis Göcek. Deshalb steuerten wir noch verschiedene Buchten an, um ein wenig Sightseeing zu machen. Außerdem nutzten wir die Möglichkeit ein paar Ankermanöver durchzuführen.
20140530 131857 S20140530 154214 S

Gegen 16Uhr erreichten wir Göcek und kreisten mit ca. 20 anderen Booten vor 2 Tankwagen, die so etwas wie eine mobile Tankstelle darstellten. Durch „Zufall“ rutschten wir in eine „Lücke“, so dass wir zur Verwunderung der anderen Boote die Wartezeit deutlich verringern konnten. Beim Bezahlen bemerkten wir den Verlust der Boardkasse, die wahrscheinlich auf dem Grund der Monastir Konyu Bucht liegt, das letzte Glas Wein war ja schlecht… Das Anlegemanöver im Heimathafen war etwas ungewöhnlich, die Mooringleine war auf ca. 35Meter unter der Wasserlinie fest und wurde
20 -30 Meter vor dem Steg am Bug befestigt. In einem Schlauchboot holten 2 Männer die Mooringleine hoch und übergaben sie. Bei langsamer Rückwärtsfahrt wurde die Mooringleine gefiert bis wir am Steg festmachten. Wir hatten 217sm zurückgelegt. Die Landschaft war wunderschön und die Menschen, denen wir begegnet waren, freundlich und angenehm. Einhellige Meinung: wir wollen wiederkommen !!

20140524 192801 S

20140524 192936 S

 

Törnbericht, Tracks, Bilder und Filme zu diesem Beitrag